Es waren einmal neun junge Kerle, die 1973 aus Liebe zum Brauchtum "Schützenfest" den Jägerzug "Jung-Jäger" gründeten.

Dies waren: Jakob Bales; Franz-Peter Glasmacher; Helmut Koch; Willi Mund; Hans-Dieter Müller;  Rolf Mostert, Hans-Jürgen Weihrauch, Franz-Josef Weihrauch und Jürgen Winkel.

In den ersten Jahren fand die monatliche Versammlung im Jugendheim Allrath statt. Nach dem offiziellen Teil der Versammlung wurden dann "Malefix" oder andere Gesellschaftsspiele gespielt. Der Zugbeitrag betrug damals 1 DM/ Monat.

1976 fanden die Versammlungen im Vereinslokal "Getz" am Samstagabend statt. Anschließend wurden die hiesigen Discotheken aufgesucht. Der Zugbeitrag wurde auf 3 DM angehoben.

1978 gab es im Zug einige Veränderungen: zum Schützenfest wurde erstmalig ein Blumenhorn mitgeführt, im Juli wurde für 184,30 DM eine Zugkönigskette angeschafft, im Dezember wurde eine Namensänderung beschlossen. Der Name "Jung-Jäger" erschien altersmäßig nicht mehr passend. Es wurden folgende Namen vorgeschlagen:

Jägerzug "Alpenrose"                                                                                                              

Jägerzug "Wildschütz"

Jägerzug "Freischütz"

Jägerzug "Vollrather Jäger"

 

Die Versammlung entschied sich mit großer Mehrheit für den Zugnamen Jägerzug "Wildschütz".

1980 beschloss der Zug, zukünftig während der Parade zu marschieren. Damit auch alles  gut klappt, wurden wir zuerst von Caspar Brings in die Geheimnisse des richtigen Marschierens eingeweiht. Um eine gewisse Leichtfüßigkeit der jungen Schützen zu erreichen, wurden wir mit einem selbstgemachten Beerenschnaps begrüßt, anschließend wurde auf dem "Jadepädsche" (Gartenweg) fleißig geübt.

Zum 10jährigen Jubiläum des Zuges wurde 1983 eine eigene Standarte zum Preis von ca.2700 DM angeschafft. Zudem durften wir unsere Fähigkeiten im Residenzbau, beim Jungschützenkönig Ralf Senger, erstmalig unter Beweis stellen. Diese Erfahrungen sollten uns im folgenden Jahr ein weiteres Mal, beim Jungschützenkönig Günter Lap, zu Gute kommen.

Unsere erste eigene Uniform wurde 1985 angeschafft und es kann davon ausgegangen werden, das keiner diese heute noch tragen kann, außer über dem Arm.

Ab 1988 wurden auch unsere Kinder mit einer Nikolausfeier bedacht, dieser Tradition sind wir heute noch treu.

Die nächsten Jahre vergingen ohne nennenswerte Ereignisse.

Turbulent wurde es erst wieder Kirmesmontag 1990! Jürgen versuchte Schützenkönig zu werden, jedoch trafen die auserwählten Scharfschützen nicht ins Schwarze. Sein Kommentar am Dienstag: "Jott sei Dank, et hät nit geklappt".

1994 wollte Jürgen noch einmal um die Schützenkönigswürde kämpfen, alle ausgewählten Schützen gaben ihr bestes und schossen ihn zum König. Als um ca. 18:00 Uhr  Jürgen und Heike zum neuen Schützenkönigspaar 1995/1996 offiziell bekannt gegeben wurden, mussten Franz-Josef und Irmi vom Sofa zurück ins Zelt  beordert werden.

 

 

Am 09.09.1995 wurde mit dem Bau der Residenz begonnen, dafür hatte Jürgen einen Zeitplan erstellt, der von allen Zugkameraden peinlichst eingehalten werden musste.

Einen ganz besonderen Dank gelten Frau Sophie Müller, Frau Steins, Frau Strucker und Gabi Müller für die vorzügliche Beköstigung, sowie Herr Steins, der uns zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite stand.

Wir erlebten ein unübertreffliches Schützenfest, Dank S.M.Jürgen I. und Königin Heike. Ihr Anblick erfüllte uns mit unvergleichbarem Stolz.

 

 

Die nächsten Jahre waren geprägt von den gewohnten Veranstaltungen eines Schützenzuges.

Der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten:

1998 konnten wir unser 25.jähriges Zugjubiläum feiern. Beim Jubiläumsabend überreichten unsere Damen dem Zug einen Banner für die Standarte. Ende Oktober fuhren wir für ein Wochenende gemeinsam nach Rengsdorf.

                                                                         Unser Zug im Jubiläumsjahr

 

 

 

 

 

 

 

Von links: Herbert Staniek, Jörg Krupp, Dieter Müller, Hans Funk, Rolf Mostert, Franz-Josef Weihrauch, Jürgen Steins  vorne: Günter Lap

Die kommenden Jahre wurde der Montagmorgen immer von ein und derselben Frage beherrscht:

Wer von uns schießt auf den Schützenkönig? An Spenden jeglicher Art wird es nicht gelegen haben, dass wir bis heute keinen mehr gefunden haben. Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben.

2003 haben wir einen  Wochenendausflug nach Altastenberg organisiert, nach einer langen Bahnfahrt und ca.4-5 mal Umsteigen haben wir gemeinsam einige tolle Tage erlebt.

2004 sind wir nach Holland aufgebrochen um als echte Landratten die Grachten unsicher zu machen, was uns auch hervorragend gelungen ist. Unsere Jacht hat, Dank "Obersteuermann Horst", die Fahrt ohne Schaden überstanden. Diese Grachtentour kann man nur weiter empfehlen.

2005 haben wir ein Wochenende München unsicher gemacht, mit einem Besuch der Bavaria Film Studios. Bei dieser Gelegenheit konnten einige von uns Ihr Schauspieltalent beweisen, doch es kam zu keinem Vertragsabschluss.

2006 beschlossen wir unsere Standarte ein wenig aufzufrischen, bis auf das Tuch ist alles neu und wir hoffen das unser Standarten Träger sie auch pfleglich behandelt. Unsere Damen ( Kaselle ) überraschten uns zu Weihnachten mit neuen Krawatten die mit unserem Zugwappen bestickt sind.